Jesus Christus spricht: Es ist vollbracht!

(Joh. 19,30)

Liebe Leserin, lieber Leser!

Es ist dieser Spruch Jesu am Kreuz, der uns im März bewegen soll und den wir im März innerlich bewegen können.

In der Passionszeit gehen wir auf Karfreitag und Ostern zu. Wir gedenken des Leidens Jesu in dieser Welt. Wir freuen uns an der Auferweckung Jesu und dem neuen Leben. Schrecken und Glanz stehen ganz dicht beieinander. Das entspricht unserem Erleben, wo Nöte und Freuden auch ganz eng verflochten sein können.

Bekanntlich findet durch Jesus eine Umwertung statt. Erfolge in dieser Welt werden hinterfragt, zählen nicht. Reiche erfreuen sich ihres Reichtums, der schon morgen zerfressen ist und übermorgen sind wir tot. Und Blamagen und Niederlagen, Schuld und Missetaten werden umgewertet durch die Gnade Gottes.

Schuld bleibt Schuld, jedoch wird sie nicht mehr angerechnet.

All das hat Christus vollbracht. Dafür hat er gelitten und geliebt.

Und deshalb sagt er: Es ist vollbracht!

Die Welt wird immer gnadenloser. Nicht nur die militärische Barbarei nimmt kein Ende. Auch persönlich vergiften sich schon Kinder mit schlechten Nachrichten, die sie über die „sozialen“ Medien verbreiten. Nacktbilder von Mitschülern werden verteilt wie süße Bonbons. Scham und Zittern führen so manches Opfer in die Selbsttötung, in die Isolierung oder die „Rache“.

Was vollbringt Jesus da? Was vollbringt er heute? Sicher gilt es, dieses

Vollbringen Jesu umzusetzen heute, in unserer Gemeinde, in meinem

Lebensfeld. Voller Gnade darf ich (mir und) anderen begegnen, denn das, was Jesus getan hat, ist geschehen. Darauf darf ich vertrauen. Damit kann ich rechnen. Damit kann ich Gutes tun.

Damit kann ich ihm nachfolgen.

So wünsche ich eine vertrauensvolle Passionszeit, in der wir der guten Kraft Christi Raum geben in dieser Welt.

Herzlich, euer Pastor Matthias Eßwein